Wer sich aktuell mit SEO beschäftigt, stolpert unweigerlich über neue Begriffe: GEO, LLMO, AI-SEO, AEO, GAIO, AI Visibility, AI Search Optimization.
Für Marketingverantwortliche – insbesondere in Schweizer KMU – wird es dadurch zunehmend unübersichtlich. Ich muss ehrlich sagen: Auch ich war mir anfangs nicht sicher, ob es echte Unterschiede zwischen diesen Begriffen gibt. Deshalb habe ich mich intensiver damit beschäftigt – für uns bei NORDFABRIK, aber auch für unsere Kunden.
Denn eine Frage hören wir aktuell immer häufiger: Wie nennt man das eigentlich – SEO für KI?
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Begriff |
Langform |
Suchen CH/Monat* |
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LLMO |
Large Language Model Optimization |
90 (+200%) |
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GEO |
Generative Engine Optimization |
30 (steigend) |
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AI SEO |
Artificial Intelligence SEO |
10 (+100%) |
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AEO |
Answer Engine Optimization |
10 (+200%) |
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GAIO |
Generative AI Optimization |
10 (stabil) |
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AI Visibility |
– |
– |
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AI Search Optimization |
– |
10 |
*Quelle: SISTRIX, Google Schweiz, Mai/Juni 2026
Doch was bedeuten diese Begriffe – und gibt es überhaupt Unterschiede?
Der breiteste Begriff. Umfasst klassische SEO-Massnahmen und neue Strategien für KI-Plattformen. Plattformen, die er abdeckt:
Quelle: searchengineland.com
Entstammt einem wissenschaftlichen Research Paper (arxiv.org, 2024). Fokus: Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten – also dass Inhalte zitiert und verlinkt werden. Typische Ziele:
Quelle: arxiv.org/abs/2401.06740
Fokus: Modellverständnis – wie gut ein Sprachmodell eine Marke kennt und internalisiert hat. Ziel ist, dass Modelle Inhalte:
Der Unterschied zu GEO ist fein: GEO denkt in Zitierungen, LLMO denkt im Modell. In der Praxis überschneiden sich die Begriffe stark.
Quelle: searchengineland.com
Kein neuer Begriff – existiert bereits seit Jahren. Beschreibt die Optimierung für direkte Antworten:
Mit generativer KI erlebt AEO eine Wiedergeburt. Perplexity bezeichnet sich selbst offiziell als «Answer Engine» – und plädiert damit implizit für diesen Begriff.
Weitere Bezeichnungen, geprägt von Tool-Anbietern und Agenturen – ohne einheitlichen Standard. Sie meinen alle dasselbe: Sichtbarkeit in KI-Systemen.
LLMO führt in der Schweiz – obwohl international GEO die Nase vorn hat. «Generative Engine Optimization» kommt weltweit auf 4'950 Suchen/Monat, in der Schweiz aber nur auf 30.
Die absoluten Zahlen sind insgesamt noch gering – was zeigt: Das Thema ist in der Schweiz noch früh. Wer jetzt Inhalte dazu veröffentlicht, kann sich frühzeitig positionieren.
Das Fazit nach Analyse verschiedener Quellen ist eindeutig: Einen einheitlichen Begriff gibt es aktuell nicht. Alle meinen dasselbe – verwenden aber unterschiedliche Worte dafür.
Ahrefs sagt es direkt: GEO, LLMO und AEO seien verschiedene Namen für dieselbe Disziplin – und argumentiert im Artikel «GEO is just SEO», dass keine grundlegend neuen Fähigkeiten nötig seien. Gleichzeitig hat Ahrefs mit dem Brand Radar ein eigenes GEO-Tracking-Tool lanciert. Inhaltlich relativieren, im Produkt verwenden. (ahrefs.com)
SISTRIX verwendet «KI SEO» als Sammelbezeichnung und positioniert GEO als nächste Evolutionsstufe von SEO – kein Buzzword, sondern eine Weiterentwicklung. (sistrix.de)
Peec.ai – das Tool, das wir bei NORDFABRIK einsetzen – verwendet GEO und LLMO parallel, ohne Trennung. Auch Spezialisten legen sich nicht fest.
Branchenexperten wie Lily Ray, Olaf Kopp oder Markus Hövener kommen zum gleichen Schluss: Die Branche befindet sich in einer Orientierungsphase.
Die grossen Plattformen selbst verwenden diese Begriffe kaum – und das ist aufschlussreich.
Google verwendet GEO, LLMO oder AEO offiziell kaum. Die offizielle Aussage: Für AI Overviews und den AI Mode gelten weiterhin klassische SEO-Best-Practices. Es gebe keine zusätzlichen Anforderungen.
John Mueller fasste es zusammen: «There is no such thing as GEO or AEO — it's all SEO.»
Interessant am Rande: An der Google Search Central in Zürich im Oktober 2025 wurde der Begriff GEO intern mehrfach verwendet.
Quellen: developers.google.com | linkedin.com
Microsoft ist deutlich offener. In den Bing Webmaster Tools gibt es seit 2026 eine öffentliche Vorschau für AI Performance – eine Übersicht, wie oft Seiten in Copilot und AI-Summaries zitiert werden. Microsoft beschreibt dies selbst als frühen Schritt in Richtung GEO-Tooling.
Quelle: blogs.bing.com
OpenAI verwendet weder GEO noch LLMO aktiv. Die Empfehlung an Publisher: Den OAI-SearchBot nicht blockieren. Statt SEO-Buzzwords spricht OpenAI von: Retrieval, Grounding, Sources, Citations.
Quelle: help.openai.com
Perplexity ist der einzige grosse Anbieter, der sich selbst offiziell als «Answer Engine» bezeichnet – und damit implizit für den Begriff AEO plädiert. GEO oder LLMO verwendet Perplexity intern nicht. Die Empfehlung: Den PerplexityBot zulassen, strukturierte Inhalte bereitstellen, auf Aktualität achten.
Aus Publisher-Sicht besonders interessant: Jede Antwort enthält Inline-Quellen mit klickbaren Links – Zitierungen erzeugen hier echten Traffic.
Quelle: docs.perplexity.ai
Die Terminologie ist ein Symptom – nicht das eigentliche Thema.
Was hinter all diesen Begriffen steckt, ist dieselbe Herausforderung: Wie werden Marken, Produkte und Inhalte in einer Welt sichtbar, in der KI die Antworten generiert?
Ob man das GEO, LLMO oder KI-SEO nennt, ist zweitrangig. Was zählt:
Bei NORDFABRIK verwenden wir intern LLMO, weil der Begriff am präzisesten beschreibt, worum es geht. Gegenüber Kunden sprechen wir von KI-Sichtbarkeit – der Begriff, den Schweizer KMU ohne Fachkenntnis sofort verstehen.
Haben Sie Fragen zu GEO, LLMO oder KI-Sichtbarkeit für Ihr Unternehmen? Nehmen Sie Kontakt auf – wir helfen Ihnen, in der KI-gestützten Suche sichtbar zu werden.